Heute, am 02.02.2010 um 13.00 Uhr gibt Bahn-Chef Rüdiger Grube das Startsignal zum Bau von Stuttgart 21: symbolisch wird der Prellbock 049 um ca. 40 Meter Richtung Cannstatt verschoben. Gegner von Stuttgart 21 versammeln sich zur gleichen Zeit vor dem Nordausgang und werden unüberhörbar protestieren.

Die Planung von Stuttgart 21 hat 15 Jahre gedauert. Kosten: mehr als 4 Milliarden Euro. Dauer der Mega-Baustelle: 10 Jahre.
Fazit: Ich bin gegen Stuttgart 21, aber das hilft jetzt auch nichts mehr… der Zug ist leider abgefahren!
by Tine



Wenn Du dagegen bist einfach bei den Demos mitmachen und hier berichten
Die Entscheidung ist doch schon gefallen. Ich denke, Demos haben leider keinen Sinn mehr
, daher gibt es auch keine Berichte 
Die Sache ist noch lange nicht durch. Die Zeitungen werden immer kritischer und sehr viele bundesweite Medien (wie auch Fernsehen) nehmen nun S 21 negativ in den Fokus. Die Dems zermürben immer mehr die Politiker, damit haben die nicht gerechnet. Auch mit den in den nächsten zwei Jahren anstehenden Wahlen kannst du sehr viel entscheiden. Da 4,5 Mrd. Euro niemals ausreichen werden und keiner Geld hat oder es geben will ist es sehr entscheidend welche Landesregierung und welcher Stuttgarter OB in gar nicht weiter Zukunft darüber zu entscheiden haben ob sie der Bahn weitere Milliarden für S 21 bewilligen oder ob die Sache beendet wird. Wenn du dagegen bist dann zeige dies unbedingt durch Teilnahme an den Demos, Beitritt zu den http://www.parkschuetzer.de und (ganz wichtig) Mund-zu-Mund Propaganda. Nur wer resigniert hat verloren.
Die Geschichte von S 21 stellt sich so dar:
Lange Zeit glaubte die Politik das Volk würde die « Genialität » von Stuttgart 21 von selbst einsehen. Als das nicht klappte wurde uns vorgelogen das Stuttgart und Baden-Württemberg “ vom Verkehrsnetz völlig abgehängt würde, die Lichter ausgehen würden und überhaupt das gesamte Abendland sei dem Untergang geweiht » sollte Stuttgart 21 nicht kommen. Wieder schenkte die Mehrheit keinen Glauben. Dann dachte man mit einem Projektsprecher könnte man die Sache in den Griff kriegen und man hoffte auf eine beliebte Person, z. B. einen Sportler, der diese Funktion übernehmen würde. Klugerweise gab sich kein Promi dafür hin. Dann musste eben der absolute “unparteiische” Drexler ran. Und auch er schaffte nicht die Trendwende. Dann gab man dem Büro Drexler vielen Millionen Euro in die Hand um eine tolle Werbekampagne auf den Weg zu bringen. Das Geld gab er aus, aber die entstandene Werbung war ein Griff ins Klo!
Während all diese Dinge nicht den gewünschten Erfolg brachten trieben die “edlen Herren” das Projekt aber weiter mit unverminderter Härte voran, immer im Glauben bevor die Bäume im Park gefällt werden müssen wird das mit Volkes Meinung schon irgend wie klappen. Naiv! Es wurde immer schlimmer, jetzt began das Volk auch nocht mit Montagsdemonstrationen. Auch die Verleumdung deren Teilnehmer als Kommunistenpack, Arbeitslose und Rentner (gell Benjamin V.?) konnte niemanden stoppen. Dann dachte man mit einem schnell herbei geführten “unumkehrbaren Baubeginn” würde das Volk es einsehen und aufhören. Wieder daneben.
Und so langsam zieht sich die selbst gelegte Schlinge um den Hals dieser Herren immer enger. Zum einen haben sie klare Absprachen mit Baufirmen und Lobbyisten als auch einen Vertrag mit den Projektpartnern, welcher zur Umsetzung zwingt, eigentlich. Gleichzeitig wissen sie aber das das Volk vor dem Fallen der Bäume und der Seitenflügel aufgehört haben muss offen zu protestieren, da es ansonsten einen ganz bitteren Wahltag geben wird.
Nur wie aus dieser Sackgasse wieder rauskommen? Da kommt der Strohhalm eines runden Tisches im Augenblick wie gerufen. Aber wenn das Volk sich hiervon nicht blenden lässt und mit den bald einsetzenden wärmeren Temperaturen noch stärker auf die Strasse kommen wird kann es schon bald einem Herr Mappus ganz arg grauen und gewisse Dinge, heute noch unvorstellbar, können ganz schnell passieren. Noch hoffen diese Herren auf unser “Einsehen”, aber wie weit kann diese Illusion noch tragen?
Ein Wahlkampf, der mit Bildern von einer Grossdemonstration, welche unmittelbar zwischer der Abrissbirne und dem Nordflügel stattfindet und gerade von der Polizei mit Schlagstöcken und Wasserwerfern nieder gemacht wird, beginnt, macht sich für den Amtsinhaber eben sehr “Positiv” für seine Wiederwahl. Schuster dagegen hat bereits resigniert und verbringt mehr und mehr Zeit im Keller des Rathauses an seiner Modelleisenbahn, dies auch der Grund weshalb man ihn kaum mehr sieht…
Aber Mappus ist noch jung und würde gerne länger als nur ein Jahr Ministerpräsident bleiben. Also, sorgen wir zusammen dafür das Mappus noch viele schlaflose Nächte haben wird. Und wenn solche “Placebos” wie Herr Renn mit uns sprechen wollen so braucht es hierzu keine runden Tisch von Ikea sondern er und Drexler wissen wo sie uns finden, Nordausgang Hauptbahnof Montags ab 18:00!
Jetzt muss ich mal was klarstellen:
Ich war bereits vor 15 Jahren gegen Stuttgart 21! Und wen habe ich damals gewählt? Bestimmt nicht Herrn Wolfgang Schuster. Jetzt, nach Beginn der Abrissarbeiten, strömen die Gegner nach Stuttgart und demonstrieren… prima! Ist das nicht ein bisschen arg spät???? Die Gegner werden Stuttgart 21 nicht verhindern, nur noch teurer machen.
Stuttgart hat ca. 580 000 Einwohner und die Mehrheit hat sich für OB Schuster entschieden und somit für Stuttgart 21. Was wollen die 40000 bis 50000 Demonstraten da noch ausrichten??? Ich war in Mathe zwar nie die Leuchte, aber dieses scheint wohl nicht die Mehrheit zu sein.
In diesem Sinn, liebe Stuttgart 21 Gegner: lasst es gut sein! Eure (teilweise!!!) besch**** Aktionen werden den Bau nicht verhindern!
Hi, vielen Dank für den ausführlichen Beitrag.
Bezüglich Stuttgart 21 bin ich sehr gespalten. Auf jeden Fall gibt es Pro- und Contra-Argumente, wobei viele sich dem Anti lieber anschließen.
Vergessen wird leider die Vergangenheit. Das Bauprojekt wurde bereits 1995 vorgestellt, demokratisch legitimiert und seitdem von allen Regierungen weitergeführt. Und jetzt wo es losgeht, gibt es die Revolte. Dabei verstehe ich es so, dass es letztlich nicht um die Sache geht, sondern um den Entscheidungswillen der Bürger. Ein Bürgerentscheid ist gewünscht und auch nachvollziehbar. Wer unverfroren ist, ist die Politik. Die Grünen, die sich als Revolutionäre auftun, scheinheilig und unverhältnismäßig..
Bei Stuttgart 21 geht es um viel mehr als nur diesen Bahnhof, die Bäume oder das Geld! Es zeigt wie politikverdrossen die Menschen sind und wie das Vetrauen zerstört ist! Anstelle zur Wahl zu gehen geht man auf die Strasse, denn dies ist die einzige Möglichkeit etwas zu bewegen! Die Menschen trauen den Parteien nicht mehr, denn es geht nur um leere Wahlversprechen!